Newsletter Okt/Nov 2015

Aktuelles & Meldungen

Newsletter September 2015

Veränderungen bei der Gültigkeit von Freistellungsaufträgen nach dem 1. Januar 2016

Seit dem 01.01.2011 können Freistellungsaufträge nur unter Abgabe der Steueridentifikationsnummer des Steuerzahlers und ggf. seiner Ehepartnerin geändert oder neu erteilt werden. Durch Änderung des Einkommensteuergesetzes verlieren bestehende Freistellungsaufträge ohne gültige steuerliche Identifikationsnummer (IdNr) ab 01.01.2016 ihre Gültigkeit. Es ist darauf zu achten, dass Freistellungsaufträge, die für einen unbefristeten Zeitraum erteilt wurden, zum 01.01.2016 ungültig werden, wenn diesen keine IdNr zugeordnet wird. Es muss kein neuer Freistellungsauftrag erteilt werden, es reicht aus, wenn dem Institut, bei dem der Freistellungsauftrag vorliegt, vor Beginn des Jahres 2016 die Identifikationsnummer(n) mitgeteilt wird.

Hinweis:
Es sollte gleichzeitig geprüft werden, ob die Höhe der freigestellten Beträge noch in Ordnung ist.

Familienkasse verlangt ab 2016 zwei Identifikationsnummern

Im Jahr 2007 ist eine Identifikationsnummer (IdNr) eingeführt worden, die inzwischen bei den meisten steuerlichen Angelegenheiten natürlicher Personen von der Finanzverwaltung genutzt wird. Ab 2016 ist diese IdNr auch wichtig für den Bezug von Kindergeld. Um zu verhindern, dass mehrere Personen gleichzeitig Kindergeld für ein Kind beziehen, müssen Kindergeldberechtigte ihre eigene IdNr und die des Kindes/der Kinder der zuständigen Familienkasse mitteilen.

Hinweis:
Es bietet sich an, die entsprechenden IdNrn den Familienkassen schon vor dem 01.01.2016 mitzuteilen, damit die Kindergeldzahlungen nicht eingestellt werden. Die eigene IdNr findet man im Einkommensteuerbescheid oder in der Lohnsteuerbescheinigung.

Falls die IdNr. des Kindes/der Kinder nicht bekannt sind, kann man diese über ein Eingabeformular unter www.bzst.de erneut anfordern. Bei fehlendem Internetzugang geht dies auch telefonisch über die Hotline 0228 4081240. Die Bearbeitungsdauer beträgt etwa vier Wochen.

Änderung der Dokumentationspflichten nach dem Mindestlohngesetz zum 01.08.2015

Die Dokumentationspflichten entfallen ab 01.08.2015 für folgende Arbeitnehmer
  • Arbeitnehmer mit einem verstetigten regelmäßigen Monatsgehalt von mehr als 2.000,00 Euro brutto, wenn der Arbeitgeber dieses für die letzten vollen zwölf Monate nachweislich gezahlt hat. Zeiten ohne Anpruch auf Arbeitsentgelt bleiben bei der Berechnung des Zeitraums von zwölf Monaten unberücksichtigt.
  • mitarbeitende Ehegatten, eingetragene Lebenspartner, Kinder und Eltern des Arbeitgebers.
Aufzeichnungspflichten nach dem Mindestlohngesetz

Aufzeichnungsverpflichtet ist, wer entweder geringfügig oder kurzfristig beschäftigt ist außerhalb von Privathaushalten ist oder von Gesetz her verpflichtet ist Ausweispapiere mit sich zu führen. Diese Verpflichtung haben Mitarbeiter folgender Branchen:

  • Baugewerbe
  • Gaststätten und Beherbergung
  • Personenbeförderung
  • Spedition, Transport und Logistik
  • Forstwirtschaft
  • Gebäudereinigung
  • Messebau
  • Fleischwirtschaft

Aufgezeichnet werden muss Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit. Das ganze ist bis zum Ablauf des 7. auf die Arbeitsleistung folgenden Kalendertags aufzuzeichnen und durch den Arbeitgeber 2 Jahre lang aufzubewahren.